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Das 'Prinzen-Rennen zu Kronberg' am 18. August 1907 mit dem Rennstall 'Schloß Friedrichshof'. Piloten: die Hessenprinzen Friedrich, Maximilian, Wolfgang und Philipp.
Auch das letzte große Rennen des legendären Jahres 1907 fand im Taunus statt: Das 'Prinzen-Rennen zu Kronberg' am 18. August 1907. 'Einen genormten Wagentyp gab es damals noch nicht', schreibt Adolf Heil. Somit war Platz für interessante Neuerungen. 'Einige Fahrer steuerten ihre Wagen in der Weise, dass sie ihre Füße gegen die bewegliche Vorderachse stemmten, die sie je nach Erfordernis nach rechts oder links drückten. Eine andere Art der Steuerung bestand darin, dass man an der Vorderachse beiderseits je ein kräftiges Seil befestigte, womit der Wagen gelenkt wurde, so wie etwa die Fuhrleute ihre Zugtiere lenkten. Stark im Vormarsch waren die Wagen mit Steuerrad, mit Kugellager und mit Sitzplätzen für zwei Personen.'

Kronberg 1907: die Prinzen Wolfgang und Philipp (Foto: Vortaunusmuseum)
Großen Eindruck machte damals der Rennstall 'Schloß Friedrichshof' mit den Hessenprinzen Friedrich, Maximilian, Wolfgang und Philipp. Sie fuhren als einzige mit gummibereiften Rädern. Der Wagen des Prinzen Philipp hatte darüberhinaus noch eine Attraktion - er war mit einer wie Gold glänzenden Hupe ausgestattet, die die Form einer dicken, schuppigen Schlange hatte und mit einem weit geöffneten schrecklichen Maul vorn an der Motorhaube endete. Rechter Hand des Steuerrades, an der Außenseite der Karosserie, war ein großer roter Gummiball am Schwanzende der Hupenschlange befestigt. Wenn der kleine Fahrer auf den Ball drückte, gab das Maul des Ungeheuers schauerliche Signallaute von sich. Jeder der vier Prinzen hatte einen Beifahrer, der zugleich Handlanger- und Mechanikerdienste leisten musste, während sie selbst hoheitsvoll am Steuer saßen. Mit weitem Abstand zum Zweiten siegte Prinz Philipp von Hessen. Sein 'Schmiermaxe' erhielt als 'Mechaniker des besten Wagens' eine Ehrengabe der Gemahlin des Kronprinazen Karl Friedrich von Hessen. Gefilmt wurde das Hochkarätig besetzte Spektakel vom Hofapotheker Dr. Julius Neubronner, einem der zur damaligen Zeit ganz wenigen Besitzer einer Filmkamera. Ihm verdankt die Nachwelt damit die ersten, noch etwas wackligenkinematographischen Aufzeichnungen eines Kinderautorennens.

Und seinem Sohn eine eindrucksvolle Schilderung aus Sicht des Wagenlenkers: 'Ich saß am Lenkrad - dem ehemaligen Schwungrad einer Nähmaschine -, meine langen Beine lagen rechts und links zwischen der Motorhaube und den Vorderrädern. Hinter mir hockte und kniete recht unbequem mein Bruder Carl als Mechaniker mit einer Ölkanne bewaffnet.
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